Laut einem UNHCR Bericht vom 18.06.2021 sind mehr Menschen denn je auf der Flucht vor Krieg und Gewalt.
82,4 Millionen wobei mehr als nur zwei Drittel aus nur 5 Ländern kamen. 42 Prozent davon sind Kinder.

Die Fotoarbeit „left behind" entstand 2019 im Auftrag des Heilbronner Stadtmagazins HANIX zum Titelthema Integration,
4 Jahre nach dem berühmten Satz von Angela Merkel: “Wir schaffen das".

Die ursprüngliche Idee war es Geflüchtete zu portraitieren und liebgewonnene Dinge für die im Reisegepäck kein Platz war zu fotografieren. Während der Interviews stellte sich heraus, dass es diese materiellen Dinge gab aber nach allem was Sie auf
Ihrer Flucht erlebt hatten keine Rolle spielen. So entstand die Idee, das zurückgelassene alte Leben als Abbild auf dem Handy dem Leben in der neuen Heimat Deutschland gegenüberzustellen. Ergänzt wird die Arbeit durch Familienportraits die einen Einblick in das privatem Umfeld der Protagonisten*innen bieten sowie Nahaufnahmen und ausgewählte Interviews.

In der medialen Berichterstattung wurde nach der hochgelobten Willkommenskultur der Deutschen, oft das Narrativ der einströmenden Flüchtlingsmassen genutzt. Meine Arbeit setzt den Fokus auf Einzelschicksale. Wer erlebt hat wie viel man bereit sein muss aufzugeben um aus seiner Heimat zu fliehen kann die immer noch präsenten Vorurteile gegen Geflüchtete schwer verkraften. So erging es auch mir auch in persönlichen Gesprächen und so ist es mein Anliegen die Schicksale zu dokumentieren, nachfühlbar werden zu lassen um somit der Versuch etwas mehr Empathie zu erzeugen.

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