Nikosia - „Die letzte geteilte Hauptstadt“, dieser Slogan prangt über dem griechisch- zypriotischem Checkpoint der Hauptstadt Nikosia.

Nach einer kurzen Passkontrolle befindet man sich in der Türkischen Republik Nordzypern. Seit 36 Jahren ist die Insel geteilt. Schon in ihrer frühen Geschichte war die Insel, bedingt durch Ihre strategische Lage zwischen drei Kontinenten Ziel verschiedenster Eroberer. Diese waren Ägypter, Perser, Römer, Franken, Venezianer, Osmanen und zuletzt die Briten. Am 16. August 1960 erhielt die Republik Zypern ihre Unabhängigkeit. Nach den Unruhen und der Krise von 1963/64 zwischen den griechischen und türkischen Volksgruppen wurden 1964 UN Friedenstruppen stationiert. In einem erneuten Konflikt 1967 drohte die Türkei die Insel zu annektieren und machte ihre Drohung am 20. Juli 1974 wahr. Als Vorwand galt der Putsch griechischer Nationalisten und so besetzten die Türkischen Streitkräfte in einer zweiten Invasion am 14. August genannt “Operation Attila”, 36,4% des Landes. Ungefähr 180.000 griechische Zyprioten mussten ihren Besitz aufgeben und den Nordteil verlassen. Im Jahr 1983 wurde in einer unilateralen Erklärung die Türkische Republik Nordzypern proklamiert. Während der sogenannten “Türkifizierung” wurden über 160. 000 Türken in den besetzten Gebieten auf illegale Weise angesiedelt. Die griechisch- zypriotische Population sank dabei um die Hälfte, auf 58.000 Einwohner. Historische Bauwerke der christlichen und hellenistischen Periode wurden zerstört, Straßen und Gebäudenamen geändert, wodurch ein schleichender demografischer Wandel eingeleitet wurde. Mit Ausnahme der Regierung in Ankara, widerfuhr dem neu gegründetem Staat bisher keine internationale Anerkennung. Noch heute sind über 30. 000 Soldaten stationiert, große Flächen sind militärisches Sperrgebiet.

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Good Walls Make Good Neighbors