Die sogenannten „Friedensmauern“ wurden Anfang der Siebziger Jahre nach dem Ausbruch der Troubles, den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den hauptsächlich Protestantischen Unionisten und den überwiegend katholischen Nationalisten zur Abgrenzung der Ethnien erbaut.
Es folgten 30 Jahre Bürgerkrieg stellvertretend geführt durch paramilitärische Organisationen wie der Irisch-Republikanische Armee (IRA)
und der Ulster Volunteer Force (UDF). „Bei der Friedenslinie handelt es sich nur um eine zeitlich begrenzte Maßnahme.
Wir werden in dieser Stadt keine zweite Berliner Mauer haben“, Worte des britischen Oberbefehlshaber Ian Freeland im Jahre 1969.

Die heutige Realität gibt ein anderes Bild wieder - 40 Jahre später sind die damals errichteten Mauern noch immer präsent. Dabei gibt es nicht nur ein Mauer sondern viele kleine Abschnitte. Die länge reicht von einigen 100 m bis zu über 5 km. Die bis zu 8 m hohen Bauwerke bestehen hauptsächlich aus, Zement, Stein und Stahl. 2001 wurden ca. 35 dieser Mauern in Nordirland gezählt, 26 davon in Belfast. Über die Jahre wurden weitere Mauern errichte sowie bestehnende ausgebaut. 2007 stieg die Anzahl sogar auf 46 Mauern oder Zäune und 11 Tore. Diese Tore
werden noch immer nachts verschlossen. Laut einer Umfrage von 2008 sind 61% der Bevölkerung für die Abschaffung der Mauern jedoch der Meinung dass es dafür noch nicht an der Zeit sei.

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